In 5 Schritten nachhaltige Entscheidungen treffen

Bestimmt kennst du die Situation, in einer Entscheidungsfindung festzustecken: Oft gibt es einfach zu viele Möglichkeiten, zu viele Unsicherheiten – und die Auswahl fällt schwer, weil du selbst keine Ahnung hast, was nun das Beste für dich wäre. Das Gefühl „Ich kann mich nicht entscheiden“ kann regelrecht lähmend auf Körper und Geist wirken. Ratschläge von anderen helfen auch nur bedingt – oft rät dir der eine das und der nächste genau das Gegenteil. Deshalb möchte ich dir an dieser Stelle fünf Schritte aufzeigen, wie du eine nachhaltige Entscheidung treffen kannst, mit der du dauerhaft dein Ziel verfolgen kannst. Besonders für Entscheidungen, die deinem Leben eine neue Richtung geben und sich auf alle Aspekte deines Lebens auswirken, ist dieser bewusste Entscheidungsfindungsprozess extrem wichtig.

1. Sortiere deine Gefühle und gib dem Konflikt Raum

Entscheidungsfindung bedeutet immer Konflikt: ein vor allem auf widerstreitenden Gefühlen basierender Konflikt, der deine Gedanken ständig im Kreis herum führt und eine Lösung in weite Ferne rückt. Du stehst verzweifelt vor der Frage: „Was soll ich machen?“

Im ersten Schritt ist es deshalb wichtig, all deine Gefühle zu erspüren, die du hinsichtlich der Entscheidung hast. Dabei geht es nicht um Fakten und rationale Pro- und Contra-Argumente, sondern ausschließlich um emotionale Aspekte. Setz dich also hin, und spüre bewusst den Kampf in dir, den die Entscheidungsfrage auslöst. Und gib den Reaktionen deines Körpers dabei Raum. Wenn Enge da ist, lass es eng werden. Wenn Schwere da ist, lass es schwer werden. Gib der Richtung, die diese Energie in dir hat, einfach Raum. Nur so kannst du deinen Gefühlen in diesem Konflikt auf den Grund gehen. Dafür solltest du dir mindestens 15 Minuten Zeit nehmen. Gerade bei großen, lebensverändernden Entscheidungen wirst du sogar deutlich länger benötigen. Doch das Ergebnis ist die Anstrengung wert: Das bewusste Erspüren deiner Gefühle und Reaktionen wird dich zu einer Entspannung, einer Ruhe führen. Und in dieser Ruhe kannst du viel besser und Impulse wahrnehmen und Entscheidungen treffen.

2. Folge deinem Impuls

Wenn du durch das bewusste Erspüren deiner Emotionen zu dem Entscheidungs-Konflikt einen Zustand der Ruhe erreicht hast, ist der Moment gekommen, nach einer Lösung zu suchen. Die liegt ganz oft in Impulsen, die durch die Konzentration auf die Gefühlsebene deutlich zutage treten. Es kann sogar schon der erste Impuls sein, der die richtige Antwort darstellt. Denn dein Bewusstsein geht von der Analyse der Gefühle schon automatisch zur Lösungssuche über. „Was soll ich tun?“ – Diese Frage beantwortet sich mit etwas Glück schon an dieser Stelle. Die Antwort mag nicht immer eine Entscheidung sein, mit der du dich rundum wohl fühlst. Oft sind Entscheidungen auch mit Unangenehmem verbunden. Ängste wie „das kann ich nicht“, „das schaffe ich nicht“ oder „damit mache ich mit lächerlich“ sind dabei besonders häufig. Auch darauf solltest du achten: Welcher Gedanke folgt direkt auf den ersten Impuls?

Falls du deinem ersten Impuls nicht wirklich vertraust, kannst du dir eine Entscheidungshilfe holen: Schreibe die drei wichtigsten Entscheidungsmöglichkeiten oder Alternativen jeweils auf einen Zettel. Du kannst auch einen vierten Zettel mit einem Fragezeichen hinzufügen. Das heißt: Drei der möglichen Entscheidungen kennst du, eine kennst du noch nicht. Lege die Zettel vor dir aus. Dann schaust du jeden der Zettel bewusst an und machst dir klar, was konkret damit verbunden wäre: Konsequenzen, Gefühle und Fakten. Anschließend schließt du die Augen und stellst fest, zu welchem der Zettel es deinen Körper hinzieht. Vielleicht wandert auch dein Blick beim Betrachten immer wieder zu einem bestimmten Entscheidungsweg. Und wenn es dich eher zum Fragezeichen hinzieht, heißt das, dass dich keine der bisherigen Alternativen wirklich überzeugt.Dann wirf die drei anderen Zettel weg und überlege, welchen weiteren Weg es für deine Entscheidung geben könnte.

3. Erspüre deine Gefühle zu dem Impuls

Das Ergebnis von Schritt 2 ist also entweder ein klarer Entscheidungsimpuls für eine bestimmte Alternative oder der Impuls, nach neuen Alternativen zu suchen. In jedem Fall solltest du dich im dritten Schritt wieder auf das Erspüren deiner Gefühle konzentrieren: Was löst der Impuls in dir aus? – Aufregung, Angst, vielleicht sogar unbändige Freude? Auch Abschiedsschmerz stellt sich an dieser Stelle oft ein, denn Entscheidungen bedeuten oft auch den Abschied von gewissen Dingen, Beziehungen, Situationen oder Emotionen.

An diesem Punkt ist es wichtig, die Gefühle, die der Entscheidungsimpuls in dir auslöst, bewusst anzuerkennen. Tust du das nicht, werden dich diese Emotionen immer wieder einholen. Nimm dir also an dieser Stelle wieder mindestens eine Viertelstunde Zeit und fühle, was in deinem Körper aufgrund des Impulses emotional passiert. Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Die in solchen Momenten typische Angst und Aufregung ist nichts weiter als Lebendigkeit! Spüre den Gefühlen bewusst nach und stelle fest, ob die Angst nicht tatsächlich Neugier und ein gewisses überwältigendes „WOW“-Gefühl ist. Und auch Schmerz muss nicht negativ sein: Er steht oft für Liebe. Liebe zu dem, was bis jetzt war – und Wertschätzung, für etwas, das du hattest und jetzt loslässt.

4. Sag „ja“

Wenn du an diesem Punkt angekommen bist, an dem du einen klaren Impuls verspürst und auch die damit verbundenen Gefühle anerkennst – dann ist es Zeit, „ja“ zu sagen. An diesem Punkt triffst du die Entscheidung, du legst dich fest: „Ich gehe diesen Weg. Kompromisslos.“

Kompromisslos heißt, den Weg in jedem Fall zu gehen – auch wenn Gefühle wie Angst oder Unsicherheit dagegen sprechen. Oder wenn der Weg Unbequemlichkeiten und Anstrengungen bedeutet, die du ohne diese Entscheidung nicht hättest. Wenn du erkannt hast, dass dies der richtige Weg für dich ist, darfst du dich auch von solchen Gefühlen nicht davon abhalten lassen, ihn zu gehen. Bist du dir darüber bewusst, haben auch innere Ausreden keine Chance mehr, die in vielen Fällen dafür sorgen, dass man einen bestimmten Weg aufgibt.Sei dir bewusst: Selbstverwirklichung ist oft mit Widerstand verbunden, innerlichem und äußerlichem. Doch wenn das Ziel klar genug und stark genug ist, können dich diese Widerstände nicht von deinem Weg abbringen.

5. Lass dich unterstützen

Hast du die richtige Entscheidung erkannt und die damit verbundenen Gefühle bewusst anerkannt, gehst du den entscheidenden Schritt: die Umsetzung. Dieser Schritt, der eine im Kopf gefällte Entscheidung greifbare Realität werden lässt, ist für viele Menschen der schwerste. Deshalb solltest du dir bewusst sein: Du musst deinen Weg nicht alleine gehen. Es gibt für alle Arten von Wegen und persönlicher Weiterentwicklung Unterstützung. Aber diese Unterstützung musst du dir aktiv holen. Du findest sie wahrscheinlich nicht immer in deinem unmittelbaren Familienumfeld oder Freundes- und Bekanntenkreis.

Deshalb empfehle ich Ratsuchenden an dieser Stelle immer: Suche dir Unterstützung in Sozialen Netzen. Ideal für das erfolgreiche Begehen deines Weges ist es, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die auf dem gleichen Weg sind. Und die findest du zu so ziemlich jedem denkbaren Thema im Internet. Suche dir Communities, in denen Gleichgesinnte sich über digitale und oftmals auch persönliche Kommunikationswege gegenseitig unterstützen. Allein bei Facebook findest du Gruppen zu allen denkbaren Themen – von Scheidung bis Abnehmen. Suche dir also bewusst Menschen, die das gleiche Problem oder die gleiche Herausforderung haben, wie du, und dafür die gleiche Entscheidung getroffen haben.

Eine wichtige Unterstützung kann auch ein Coach liefern. Wichtig ist dabei Authentizität: Der Coach, der dich auf deinem Weg begleiten und führen soll, sollte diesen Weg selbst bereits erfolgreich gegangen sein. Und er sollte auch anderen bereits nachweislich erfolgreich dabei geholfen haben, den gleichen Weg zu gehen. Anhand dieser beiden Kriterien wirst du den für dich optimal geeigneten Coach als Unterstützung auf deinem Weg finden.

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