Wir haben zu unserem letzten Artikel „Die schwerste Entscheidung unseres Lebens“ Hunderte von Kommentaren, E-Mails und Facebook-Postings erhalten, die wir auch gelesen haben. Da wir nicht allen persönlich antworten können, schreiben wir diesen Artikel. Wir haben damit gerechnet, dass unser letzter Artikel sehr zwiespältig aufgenommen werden wird, doch diese Welle an Kritik hat uns dann doch überrascht.

Loslassen von allen Identifikationen

Gleichzeitig gab es viele positive und sehr persönliche Nachrichten an uns von Menschen, die Ähnliches erlebt haben oder vor ähnlichen Entscheidungen stehen: alles loszulassen, selbst das Liebste. Und das ist nicht nur das geliebte Kind, sondern auch die geliebte Identifikation als guter Vater oder gute Mutter zu gelten und vor allem die damit verbundenen eigenen und fremden Erwartungen und Ansprüche.

Viele alleinerziehende Mütter haben uns geschrieben, viele Mütter, die die Präsenz der Väter für ihrer Kinder vermissen und viele ehemalige „verlassene“ und verletzte Kinder. Und auch viele Menschen, die ihre Lebensträume zu Lasten der Kinder hintanstellen oder verschieben.

Schmerz und Wut werden frei

Viele Rückmeldungen berühren uns, schmerzen uns auch, oder rufen in uns Ärger hervor. Vor allem, wenn interpretiert und geurteilt wird, wir würden unsere Kinder nicht lieben und sie weghaben oder zurückgeben wollen, um unseren Traum leben zu können.

Das ist absurd. Wir würden beide Kinder am liebsten mitnehmen.

Wir fühlen den Schmerz und die Wut, die hinter diesen Interpretationen steht und ja, natürlich ist das ein Spiegel für den unerlösten Schmerz in uns selbst. All die Wut und den Schmerz, die wir noch nicht bereit sind zu sehen, zu fühlen und anzunehmen.

Wir sind zutiefst dankbar dafür, dies nun aufgrund der vielen kritischen Rückmeldungen in uns fühlen zu dürfen.

Unser innerer Kampf zeigt sich im Aussen

Und viele kritische und verurteilende Meinungen stehen für unseren jahrelangen, inneren Kampf und unser Hadern, was sich nun auch im Aussen offen spiegelt. Viele dieser absurden Gedanken und moralischen Überzeugungen trugen und tragen wir auch in unserem Inneren, und haben daran geglaubt, dass sie wahr sind.

Wir erfahren jetzt, dass die Wahrheit nicht in einem unbedingten Verpflichtungsgefühl, einem „Sollen“,“Müssen“ oder „Recht-machen-wollen“ liegt, sondern tief in uns selbst. Jenseits aller Normen, Überzeugungen und gesellschaftlichen oder moralischen Urteile.

Wollen wir normal sein oder glücklich?

Wenn wir unseren Kindern etwas zeigen wollen, dann dies, dass sie frei sind, ihr Leben glücklich und erfüllt zu leben. Wie kann ich das zeigen, wenn ich es selbst nicht tue, sondern meine Kinder als Ausrede benutze, nicht mein Leben leben zu können?

Wie fühlt sich ein Kind, wenn es glaubt und spürt, dass es am Unglück und Leid der Eltern, am ungelebten Leben von Mama oder Papa schuld ist? Wie glücklich kann es sein, wenn die Mama innerlich denkt, sie sollte woanders sein, mit einem anderen Partner, an einem anderen Ort, in einem anderen Beruf – aber wegen des Kindes opfert sie ihr eigenes Leben?

Nein. Solch ein Leben wollen wir nicht mehr führen und unseren Kindern auch nicht mehr zeigen.

Wir wollen unser Leben aus der Tiefe jedes neuen Moments heraus leben, aus dieser Tiefe wirken und dies auch offen und authentisch zeigen. Dabei machen wir natürlich auch Fehler, die uns dabei helfen, aus einer noch größeren Tiefe heraus zu leben und zu wirken.

Der Schmerz über das Getrenntsein

Und ja, der Schmerz geht mit, denn es ist nicht nur die örtliche Trennung von unseren Kindern, die uns, unsere Kinder, ihre leibliche Mutter und Familien schmerzt. Es ist die Trennung und der Abschied von unserem Leben, das wir geführt haben mit allen damit verbundenen eigenen und fremden Erwartungen und Ansprüchen. In Österreich, als Familie, in all den gewohnten Strukturen.

Aus der Tiefe wirken

Wir begleiten jetzt und auch in Zukunft Menschen, die in ihre volle Größe gehen und aus ihrer Tiefe heraus wirken wollen. Menschen, die ihren Schmerz, ihre Wunden, ihre versteckte Wut, ihren Hass befreien und die Verantwortung für ihr Leben und ihre Gefühle ganz übernehmen wollen.

Zur Zeit begleiten wir gerade intensiv Menschen, die ihren eigenen Online-Kongress zu ihrem tiefsten Herzens-Thema auf die Beine stellen wollen.

Katharina begleitet derzeit Frauen, die ihr volles Potenzial leben und in ihre Größe gehen wollen. Der nächste kostenlose Erwache-Kongress will ebenfalls verwirklicht werden und wir planen ein weiteres Online-Programm für Menschen, die aus ihrer Tiefe heraus wirken wollen.

Wenn Du die Radikalität unserer Entscheidungen ablehnst und nicht mehr mit uns gehen willst oder kannst, verstehen und achten wir das. In diesem Fall verabschieden wir uns von Dir und wünschen Dir für Deinen Weg das Beste.

Und wir freuen uns über jede Einzelne und jeden Einzelnen, die/der weiter mit uns gehen möchte.

Danke, wenn Du uns weiter begleiten willst. Danke, wenn Du uns bis hierher begleitet hast. Wir lieben Dich.

Gib nicht auf,
es ist nur das Gewicht der Welt.
Wenn dein Herz schwer ist,
werde ich es für dich heben.

Gib nicht auf,
weil du gehört werden möchtest.
Wenn die Stille dich festhält,
werde ich sie für dich brechen.

Jeder will verstanden werden.
Ich kann dich hören.
Jeder will geliebt werden.
Gib nicht auf, weil du geliebt wirst.

Gib nicht auf,
es ist der Schmerz, den du versteckst.
Wenn du innerlich verloren bist,
werde ich dich finden.

Gib nicht auf,
weil du hell brennen willst.
Wenn die Dunkelheit dich blendet,
werde ich scheinen, um dich zu schützen.

Jeder will verstanden werden.
Ich kann dich hören.
Jeder will geliebt werden.
Gib nicht auf, weil du geliebt wirst,
(Du wirst geliebt)
Du wirst geliebt.
(Du wirst geliebt)

Gib nicht auf,
(Gibt nicht auf)
Es ist nur das Gewicht der Welt.
(Du wirst geliebt)

Gib nicht auf.
(Gib nicht auf)
Jeder hat das Bedürfnis geliebt zu werden.
(Gib nicht auf)

Du wirst geliebt.
(Du wirst geliebt)
(Gib nicht auf)