Der Schmerz der Trennung

By Katharina Nestelberger 1 Jahr ago16 Comments
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[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Wir haben zu unserem letzten Artikel „Die schwerste Entscheidung unseres Lebens“ Hunderte von Kommentaren, E-Mails und Facebook-Postings erhalten, die wir auch gelesen haben. Da wir nicht allen persönlich antworten können, schreiben wir diesen Artikel. Wir haben damit gerechnet, dass unser letzter Artikel sehr zwiespältig aufgenommen werden wird, doch diese Welle an Kritik hat uns dann doch überrascht.

Loslassen von allen Identifikationen

Gleichzeitig gab es viele positive und sehr persönliche Nachrichten an uns von Menschen, die Ähnliches erlebt haben oder vor ähnlichen Entscheidungen stehen: alles loszulassen, selbst das Liebste. Und das ist nicht nur das geliebte Kind, sondern auch die geliebte Identifikation als guter Vater oder gute Mutter zu gelten und vor allem die damit verbundenen eigenen und fremden Erwartungen und Ansprüche.

Viele alleinerziehende Mütter haben uns geschrieben, viele Mütter, die die Präsenz der Väter für ihrer Kinder vermissen und viele ehemalige „verlassene“ und verletzte Kinder. Und auch viele Menschen, die ihre Lebensträume zu Lasten der Kinder hintanstellen oder verschieben.

Schmerz und Wut werden frei

Viele Rückmeldungen berühren uns, schmerzen uns auch, oder rufen in uns Ärger hervor. Vor allem, wenn interpretiert und geurteilt wird, wir würden unsere Kinder nicht lieben und sie weghaben oder zurückgeben wollen, um unseren Traum leben zu können.

Das ist absurd. Wir würden beide Kinder am liebsten mitnehmen.

Wir fühlen den Schmerz und die Wut, die hinter diesen Interpretationen steht und ja, natürlich ist das ein Spiegel für den unerlösten Schmerz in uns selbst. All die Wut und den Schmerz, die wir noch nicht bereit sind zu sehen, zu fühlen und anzunehmen.

Wir sind zutiefst dankbar dafür, dies nun aufgrund der vielen kritischen Rückmeldungen in uns fühlen zu dürfen.

Unser innerer Kampf zeigt sich im Aussen

Und viele kritische und verurteilende Meinungen stehen für unseren jahrelangen, inneren Kampf und unser Hadern, was sich nun auch im Aussen offen spiegelt. Viele dieser absurden Gedanken und moralischen Überzeugungen trugen und tragen wir auch in unserem Inneren, und haben daran geglaubt, dass sie wahr sind.

Wir erfahren jetzt, dass die Wahrheit nicht in einem unbedingten Verpflichtungsgefühl, einem „Sollen“,“Müssen“ oder „Recht-machen-wollen“ liegt, sondern tief in uns selbst. Jenseits aller Normen, Überzeugungen und gesellschaftlichen oder moralischen Urteile.

Wollen wir normal sein oder glücklich?

Wenn wir unseren Kindern etwas zeigen wollen, dann dies, dass sie frei sind, ihr Leben glücklich und erfüllt zu leben. Wie kann ich das zeigen, wenn ich es selbst nicht tue, sondern meine Kinder als Ausrede benutze, nicht mein Leben leben zu können?

Wie fühlt sich ein Kind, wenn es glaubt und spürt, dass es am Unglück und Leid der Eltern, am ungelebten Leben von Mama oder Papa schuld ist? Wie glücklich kann es sein, wenn die Mama innerlich denkt, sie sollte woanders sein, mit einem anderen Partner, an einem anderen Ort, in einem anderen Beruf – aber wegen des Kindes opfert sie ihr eigenes Leben?

Nein. Solch ein Leben wollen wir nicht mehr führen und unseren Kindern auch nicht mehr zeigen.

Wir wollen unser Leben aus der Tiefe jedes neuen Moments heraus leben, aus dieser Tiefe wirken und dies auch offen und authentisch zeigen. Dabei machen wir natürlich auch Fehler, die uns dabei helfen, aus einer noch größeren Tiefe heraus zu leben und zu wirken.

Der Schmerz über das Getrenntsein

Und ja, der Schmerz geht mit, denn es ist nicht nur die örtliche Trennung von unseren Kindern, die uns, unsere Kinder, ihre leibliche Mutter und Familien schmerzt. Es ist die Trennung und der Abschied von unserem Leben, das wir geführt haben mit allen damit verbundenen eigenen und fremden Erwartungen und Ansprüchen. In Österreich, als Familie, in all den gewohnten Strukturen.

Aus der Tiefe wirken

Wir begleiten jetzt und auch in Zukunft Menschen, die in ihre volle Größe gehen und aus ihrer Tiefe heraus wirken wollen. Menschen, die ihren Schmerz, ihre Wunden, ihre versteckte Wut, ihren Hass befreien und die Verantwortung für ihr Leben und ihre Gefühle ganz übernehmen wollen.

Zur Zeit begleiten wir gerade intensiv Menschen, die ihren eigenen Online-Kongress zu ihrem tiefsten Herzens-Thema auf die Beine stellen wollen.

Katharina begleitet derzeit Frauen, die ihr volles Potenzial leben und in ihre Größe gehen wollen. Der nächste kostenlose Erwache-Kongress will ebenfalls verwirklicht werden und wir planen ein weiteres Online-Programm für Menschen, die aus ihrer Tiefe heraus wirken wollen.

Wenn Du die Radikalität unserer Entscheidungen ablehnst und nicht mehr mit uns gehen willst oder kannst, verstehen und achten wir das. In diesem Fall verabschieden wir uns von Dir und wünschen Dir für Deinen Weg das Beste.

Und wir freuen uns über jede Einzelne und jeden Einzelnen, die/der weiter mit uns gehen möchte.

Danke, wenn Du uns weiter begleiten willst. Danke, wenn Du uns bis hierher begleitet hast. Wir lieben Dich.

Gib nicht auf,
es ist nur das Gewicht der Welt.
Wenn dein Herz schwer ist,
werde ich es für dich heben.

Gib nicht auf,
weil du gehört werden möchtest.
Wenn die Stille dich festhält,
werde ich sie für dich brechen.

Jeder will verstanden werden.
Ich kann dich hören.
Jeder will geliebt werden.
Gib nicht auf, weil du geliebt wirst.

Gib nicht auf,
es ist der Schmerz, den du versteckst.
Wenn du innerlich verloren bist,
werde ich dich finden.

Gib nicht auf,
weil du hell brennen willst.
Wenn die Dunkelheit dich blendet,
werde ich scheinen, um dich zu schützen.

Jeder will verstanden werden.
Ich kann dich hören.
Jeder will geliebt werden.
Gib nicht auf, weil du geliebt wirst,
(Du wirst geliebt)
Du wirst geliebt.
(Du wirst geliebt)

Gib nicht auf,
(Gibt nicht auf)
Es ist nur das Gewicht der Welt.
(Du wirst geliebt)

Gib nicht auf.
(Gib nicht auf)
Jeder hat das Bedürfnis geliebt zu werden.
(Gib nicht auf)

Du wirst geliebt.
(Du wirst geliebt)
(Gib nicht auf)[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Kommentare

Kommentare

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  Allgemein

16 Comments

  • Patricia Klara Arovi says:

    Ich wünsche EUCH, liebe Katharina, lieber Thomas ganz viel Kraft und Stärke um EUREN Weg mutig weiter zu gehen. ICH BIN mit euch. <3
    Herzlich
    Patricia Arovi

  • Patricia Klara Arovi says:

    Nichts findet Ausserhalb von dir statt. DU BIST alles und alles BIST DU. Somit ist jede ausgesprochene oder gedachte Kritik, Kritik an sich selber. Eine Aussage kann demzufolge nur etwas über denjenigen aussagen, der sie ausspricht. Die Wahrheit im Tun des anderen wird also unbewusst erkannt, aber in sich selber verURTEILt. Kritik anSCHEINend zu ernten bedeutet also, auf dem richtigen Weg zu SEIN.
    Namaste
    In Liebe zu allem was ist.
    Patricia Arovi

  • Benedikt says:

    Thomas und Katharina wollen ihrem Herzen folgen, richtig und wirklich „frei“ und in der Welt glücklich sein. Das ist sehr verständlich, für uns noch nicht Erleuchteten gut nachvollziehbar und sehr üblich.

    Nun haben sich die meisten Eltern hierzulande einmal frei dafür entschieden, Kinder zu bekommen und in der Folge für die Erfüllung derer Grundbedürfnisse da zu sein. Dadurch sind sie ca. anderthalb Jahrzehnte äußerlich durchaus gebunden,

    Zweifel an der Richtigkeit der eigenen Entscheidung können zwischenzeitlich aufkommen.

    Eine neue Entscheidung steht an, jeder Elternteil hat drei Möglichkeiten:

    1. (wie es die meisten tun) Irgendwie unbewusst und mit den Kindern weiterwurschteln, bis sie weniger von einem brauchen, dann eben ohne Kinder weiterwurschteln und häufig recht bald krank werden.

    2. Sich entscheiden, mit dem, was ist, mit denen, die man wollte und liebt, jetzt glücklich zu sein. Von dieser Freiheit wissen die wenigsten. Der Zwang, nach äußerer Freiheit zu streben, ist, wie Gibran den „Propheten“ (sinngemäß – weiß den Wortlaut nicht mehr) sagen lässt, das engste Gefängnis des Menschen. Im konkreten Fall geht es nur um eine Phase, die vielleicht ein Siebtel der Lebenszeit ausmacht.
    (Glücklich zu sein ist eine schwere Entscheidung!)

    3. Die übernommene Verantwortung ablegen. Das empfiehlt sich für Menschen, die die Aufgaben als Eltern nicht von Herzen erfüllen, die sich im (vorübergehenden) bedingungslosen Dienen nicht frei und glücklich genug fühlen können. Ob diese dann jemals genug Rechtfertigungsstrategien vor sich selbst finden können, um anderswo richtig „frei“ zu sein, sei dahingestellt – als liebende Eltern waren sie ohnehin nicht richtig da.
    Für Thomas‘ Kinder ist der Schaden schon geschehen, ob er nun geht oder nicht.

  • Helga says:

    Mein erster Gedanke zu der Stellungnahme von Thomas war: in welche Welt ist er abgerückt? Nicht mehr erreichbar! Das beste ist, die beiden ziehen zu lassen und alle guten Gedanken und alle Liebe den „Hinterbliebenden“ zu schicken. Wenn es den dreien dann ohne die gelebte Vaterliebe gut geht, ist es sicherlich nicht der Verdienst von Thomas und Katharina.
    „Wolke sieben“ wird vermutlich durch die Öffentlichkeitsarbeit auch noch nach drei Beziehungsjahren mit Blindheits-Hormonen versorgt. Irgendwann sind diese auch bei den beiden verbraucht, dann sehen wir weiter…
    Vielleicht kennt jemand den Begriff „Luzifer“, das ist der Gegenspieler von Christus. Luzifer arbeitet nur mit Licht, aber ohne Herzensliebe und soll in unserer Zeit sehr aktiv sein…er will uns von der wahren Christusliebe abhalten, die uns jetzt vermehrt zur Verfügung steht, um sie in uns aufnehmen zu können.

  • Nadja says:

    „Spiritueller Hochmut“ kommt mir da immer wieder in den Sinn. Ich glaube für ein Kind ist es immer noch besser, bei einer Mutter zu sein, die ein Stück weit auf ihr eigenes Leben verzichtet und ich betone hier, dass es ja keine totale Selbstaufgabe sein muss wenn man auch mal Opfer bringt, als wenn sie von der eigenen Mutter in ein Heim geschickt werden. Vielleicht ist es eine Last für ein Kind zu spüren, dass die Eltern nicht ihr Leben leben. Aber um so mehr Du jetzt Deinen Weg gehst um so mehr Last hat die Mutter zu tragen und die Kinder werden dies auch spüren. Welche Wahl hätte die Mutter? Ihre Kinder ins Heim geben? Meine Eltern haben auch nicht ihr Leben gelebt und ich hatte ein schwierige Kindheit mit Ihnen. Aber ich wäre allemal lieber bei Ihnen geblieben als in ein Heim zu gehen. Eine Horrorvorstellung. Ja, ich habe mich auch oft schuldig gefühlt und als ich dann in die Pubertät kam, wäre ich gut damit klargekommen, wenn meine Mutter uns verlassen hätte, denn sie war sehr unglücklich. Ist es aber heute immer noch, obwohl die Kinder aus dem Haus sind. Kein Heim kann Eltern ersetzen. Vielleicht bei Gewalt oder Missbrauch. Und trotzdem gehe auch ich heute meinen Weg und zähle mich nicht zu den noch schlafenden.
    Es ist noch nicht mal die Tatsache eurer Entscheidung die mir aufstösst, sondern diese Verpackung. Und ja, ich spüre meinen eigenen Schmerz, wenn ich eure Zeilen lese und dazu stehe ich auch. Und ja, auch ich wäre manchmal gerne abgehauen. Aber es war nicht nur der innere Ruf, solche Phasen haben alleinerziehende Mütter aus Erschöpfung und dann kommen auch wieder gute Phasen. Ich bin daran gewachsen und stark geworden. Thomas, Deine Kinder müssen nicht zwangsläufig traumatisiert werden. Wir haben hier sowieso nur oberflächliche Infos von euch erhalten. Wir kennen die Persönlichkeiten der Kinder und der Mutter nicht. Vielleicht hat die Mutter auch wieder einen neuen Partner. Wir wissen zu wenig um bewerten zu können und eigentlich geht es uns auch garnichts an. Ich glaube eher, Ihr seid in einem gewissen Zugzwang euch jetzt zu rechtfertigen, da Ihr vorher vom gemeinsamen Häuschen geschrieben habt. Hätte schon Fragen aufgeworfen, wenn plötzlich ein neuer You-Tube-Film aus Thailand oder sonstwo erschienen wäre ohne die Kinder. Das Reisen und Katharina ist Dir wichtiger als die Kinder, sonst würdest Du so nicht handeln. Dann sprich es doch auch ehrlich aus oder triff eine Entscheidung ohne dies öffentlich zu machen. In meinen Augen ist eure Beziehung so lange gut, solange Thomas` Weg kompatibel mit Katharinas Weg ist. Mag sein, dass Ihr seelenverwand seid und das lange gutgeht. Das sei euch auch gegönnt.
    Man muss auch nicht gleich von Hass oder Shitstorm reden, nur weil andere Meinungen geäussert werden. Es ist ein schmaler Grad seine Beziehung so öffentlich zu machen. Solange Ihr ein Paar bleibt und glücklich seid zeigt man sich gerne aber wenn es nicht mehr so wäre, dann möchte man vielleicht lieber seine Privatsphäre haben. Ihr habt das Recht eure Erfahrungen zu machen. Aber muss man so eine Story daraus machen? Ich finde so etwas kann man nicht in lockerflockiger Facebook-Manier abhandeln. An solchen Kommentaren können alle wachsen. Eure Anhänger bringen vielleicht Anerkennung und Geld. Wir sind hier keine Feinde sondern bringen Erfahrungen mit ein, die sich ebenso bewährt haben.

  • Anuradha says:

    @ Martin:
    Deine Kommentare machen Sinn. Ich sehe das auch so.
    Ich denke aber, Thomas und Katharina und auch etliche andere Angehörige der esoterischen Szene fragen sich vielleicht:
    Was sind denn Esoteriksprüche ?
    Ich denke: Esoteriksprüche bedienen sich usprünglich spiritueller Wahrheiten, die ungeachtet der tatsächlich gegebenen Situation undifferenziert, also ganz pauschal als platte, inhaltsleere, tote Formeln verwendet werden, ohne Verstand und Herz zu Rate zu ziehen und damit oft keinen Sinn mehr machen.

    Ein Esoterikspruch ist zum Beispiel das „Loslassen“.
    Loslassen war usprünglich spirituell wohl als Auflösen einer Anhaftung, Begierde gemeint.

    Nun ist in der esoterischen Szene das Loslassen was ganz Tolles und Erstrebenswertes, was man andauernd machen soll, egal um was oder wen es sich handelt. Und immer, wenn man das gemacht hat, kann man stolz drauf sein, dass man sich weiterentwickelt hat. So wird nun bei Tom und Kathi das Verlassen der Kinder zum Loslassen stilisiert und uminterpretiert. Dem liegt die Einstellung zugrunde, dass ein Kind genauso ein Besitztum ist wie ein Haus, ein Auto oder ein Pferd, einfach etwas, woran man sein Herz gehängt hat, etwas, womit eine Begierde verknüpft ist. Um die Begierde aufzulösen, muss man das „Ding“ halt aufgeben, woran die Begierde geknüpft ist, so denkt man jedenfalls… und.. so der Schluss, muss man halt auch die Kinder aufgeben, also verlassen. Dass die Kinder aber eine feste Bezugsperson brauchen, wird dabei einfach ausgeblendet, also weder Verstand noch Herz wird einbezogen. Hauptsache „Loslassen“ – um jeden Preis.

    Noch toller, und für esoterisch Fortgeschrittene, ist das „Loslassen von Identifikationen“.

    Das Verlassen der Kinder wird von Thomas als Loslassen von Identifiaktionen, guter Vater oder gute Mutter zu sein, dargestellt, also ein fortgeschrittenes Loslassen, das einen Extra-Punkt verdient.
    Da könnte man umgekehrt fragen: Eltern, die ihre Kinder körperlich schwer misshandeln oder töten, sind noch viel schlechtere Eltern, d.h. haben diese dann noch mehr ihre Identifikationen, guter Vater oder gute Mutter zu sein, losgelassen, sind also spirituell „weiter entwickelt“ ? Das ist natürlich absurd. Man kann nicht automatisch ein Verhalten, das den gesellschaftlichen und moralischen Vorgaben widerspricht, mit einem Loslassen von Identifikationen von diesen gleichsetzen und selbst wenn es ein Loslassen von Identifiaktionen wäre, muss es nicht toll sein, sondern kann schlichtweg blind und/oder herzlos – also spirituell wertlos – sein.

    Frohe Weihnachten
    Anuradha

    • Martin says:

      Anuradha, ein schöner spiritueller Name ist das, den du hast. Dreimal das weite offene a, das in dem mittigen u in die Tiefe weist. Darauf habe ich als Mantra meditiert, um darin in die Weite zu reisen, in die Tiefe zu gleiten. Am Schluss der Mediation gefiel mir der Martin nicht mehr. Da habe ich mich Martanaji getauft, wobei das ji für heilig steht. Da werd ich nun auf den eigenen Namen meditieren.
      Mit deiner Mail sprichst du mir aus dem Verstand. Das habe ich natürlich als Kompliment gemeint. Ja, dieses Loslassen ist EINER der Esoteriksprüche, die ich meinte. Da können Eltern ihre Kinder verlassen, sie seelisch verlassen, ja, sie leiblich verhungern lassen.
      Nehmen wir an, die Sache geht vor Gericht. Da sagen sie dann: „Wir beschreiten einen spirituellen Pfad, der in die Selbstbefreiung führt. Da muss man alles loslassen, an dem man noch hängt. Am meisten hängen wir an unseren Kindern, da uns diese am liebsten sind. Da haben wir nun diese ganz losgelassen. Da haben sie ihr leibliches Leben ausgehaucht. Nun sind sie nicht mehr auf dieser Welt. Da haben wir uns nun wirklich von ihnen befreit.“
      Das Gericht kommt zu einer anderen Entscheidung, als die Angeklagten in ihrer Herzensentscheidung gelangt sind. Die gerichtliche Entscheidung lautet nämlich auf lebenslange Freiheitsstrafe. (§ 211 StGB) Da geht es nun auf dem spirituellen Pfad, den sie beschreiten, in die Haftanstalt. Da können sie hinter den Mauern, wo sie nun wohnen, ihre Herzensentscheidungen nicht mehr in die Tat umsetzen. Ein Ergebnis ist das, zu dem das spirituelle Loslassen führen kann, wenn man es zu Ende denkt.
      Thomas Exfrau, von der man weiter nichts hört, ist die leibliche Mutter der Kinder. Katharina spricht von „meine Kinder“. Damit sagt sie: „Es sind nicht die Kinder der anderen Frau. Diese behauptet fälschlich, dass es ihre Kinder sind. In Wirklichkeit sind das meine Kinder.“
      Nehmen wir an, die andere Frau zeigt Katharina wegen Verleumdung an, da sie wider besseren Wissens über sie eine unwahre Tatsache behauptet hat (& 187 StGB). Da sagt die Katharina vor Gericht: „Dass dies meine Kinder sind, fühlt sich für mich stimmig an. Ich habe die Kinder so sehr in MEIN Herz geschlossen, dass dies MEINE Kinder sind. Eine Herzensentscheidung ist das, zu der ich stehe.“
      Wieder fällt die gerichtliche Entscheidung anders als die Herzensentscheidung aus. Da geht es wieder hinter die Mauern, diesmal nur für ein Jahr. Da findet sich nun Katharinas Herzensreise, die in die Freiheit führen soll, um ein Jahr vertagt. Erst danach darf Katharina in ihre erträumte Freiheit ziehen – ohne „ihre“ Kinder. Ich wünsche ein Frohes Fest.
      http://www.satsa.de

  • Wilma says:

    @Martin du hast es kurz und bündig ausgedrückt und genau so sehe ich es auch.
    Ich füge nur noch an, das die beide eine Realityshow draus gemacht haben und somit die Kinder und die Familie, der Öffentlichkeit preisgegeben haben, das ist an Kaltherzigkeit und Egoismus kaum zu überbieten.

    @Schwester, unter den gegeben Umstände, bzw. Einstellung des Vaters ist es, so glaube ich, das kleinere Übel wenn er geht.
    Diese Situation hier, hat momentan nur schmerzhafte Ausgänge, so oder so, ob Thomas da bleibt oder nicht. Die Zeit ist nicht mehr zurück zu drehen.
    Vielleicht erklärt ihr den Kindern, das es nicht nur Ihnen so geht, das viele Kinder in so einer Situation sind, das viele Kinder Elternteile habe die gehen, dass sollten die Kinder und die Familie so bald wie möglich annehmen.
    Ihr könnt ja eine Selbsthilfegruppe für Kinder gründen.

    Viel Kraft und Liebe euch Allen.

    • Martin says:

      Wilma,
      Ich denke, es handelt sich um eine Marketingstrategie. Katharina und Thomas wollen eine breitere Klientel für ihr Beziehungscoaching erschließen. Dafür stellen sie sich selber als offen und verletzlich dar. Gleichzeitig erwecken sie den Anschein der Liebe, die zu allen Menschen ausfließt, so auch zu dir und zu mir. Der letzte Satz der Schmerzensmail lautet: Wir lieben dich. Das ist der Höhepunkt der Mail, auf den die übrigen Ausführungen zugeschnitten sind.
      Ich denke, dass die Strategie insgesamt erfolgreich war. Die Mehrheit der Antworten fließt über in Dankbarkeit für die Liebe und Offenheit, die von Katharina und Thomas ausgeht.
      Dabei, so meine ich, glaubt Katharina, an das, was sie schreibt. Es ist eine Marketingstrategie, die unbewusst abläuft. Katharina, die den Erwachenskongress initiierte, schläft noch, von dem ihr ergebenen Thomas ganz zu schweigen.
      In ihrer Unbewusstheit trägt Katharina ihre Ausführungen mit großer Überzeugung vor. Eine Überzeugung ist das, die ein Gefühl der Sicherheit verleiht, nach der sich die Mehrheit der Diskussionsteilnehmer sehnt. Auch unter diesem Gesichtspunkt lösten die Mails ein positives Echo aus.
      So ist das Marketing gelungen. Da laden nun die zwei zu einem weiteren Coaching ein. Darin wollen sie anderen zeigen, wie sie in gleicher Weise zu Geld kommen können.
      Herzlich
      Martin
      http://www.satsa.de

      • Wilma says:

        Lieber Martin, bei dem ganzen Drama, es soll ja Menschen geben die nicht ohne Dramen leben können, kristallisiert sich doch heraus, durch die Kommentatoren und der Familie der Kinder, dass der Großteil der Menschheit über einen gesunden Menschenverstand verfügt.
        Das ist jedenfalls mein Fazit aus der Geschichte und dieses Fazit freut mich dann doch. 🙂

        Liebe Grüße

  • Martin says:

    Hallo Katharina, hallo Thomas,
    Da bin ich wieder. Im Grunde ist die Sache ganz einfach. Du, Katharina, sagst, ich will reisen. Thomas, wenn du willst, kannst du mitkommen. Wenn du nicht kommst, dann reise ich auch ohne dich. Du, Thomas sagst, ich komme mit. Die Kinder verlasse ich, weil du mir wichtiger bist als die Kinder.
    Hättet ihr das so gesagt, hätte wohl kaum jemand reagiert, weil die Sache so banal ist. Nun habt ihr das aber nicht einfach so gesagt. Ihr habt die Sache mit Esoteriksprüchen aufgeladen, und zwar so, dass ihr zwei dabei gut rauskommen sollt. Das hat nun die vielen Reaktionen ausgelöst.
    Dabei hat mich die Sache nicht überrascht. Die Ausführungen, die du machst, Katharina, bewegen sich auf der Ebene der Interviews, die du führst. Du klopfst Esoteriksprüche, Katharina, und hältst das, was du sagst, für Weisheiten. Und der Thomas? Nun, der macht da mit, so halbherzig, weil er mit dir zusammen sein möchte.
    Gruß
    Martin
    http://www.satsa.de

    • Jutta says:

      Danke Martin für deinen Beitrag. Das hätte ich genauso geschrieben. Das Ganze ist einfach nur traurig und ich bin (einmal mehr) enttäuscht über Menschen, die sich eine gewisse spirituelle Reife einbilden.
      Jutta

  • Dora says:

    Immer wieder was für mich zum Hinschauen :-). Gerade auf facebook entdeckt:“…Aber auch vielen Dank allen, die ihren Schmerz und ihre Wut zeigen. Diese Reaktionen nicht mehr zu verurteilen, sondern all die Menschen zu spüren, anzunehmen, zu lieben, so wie sie sind und sich zeigen, ist so befreiend und in diesem Feuer zu stehen, klärt und stärkt. Ich danke allen
    „heart“-Emoticon
    . Alles Liebe – Thomas“.

    Ein Tip: Beziehe Dich nicht nur auf die Emotionen, die beim Lesen der Beiträge aufsteigen, sondern setz Dich auch mit den inhaltlichen Aussagen ausseinander. Dass Du einen „scheinbaren Angriff“ nur durchspührst, bedeutet ja nur, dass Du die eigentliche Kritik garnicht an Dich ranlässt und dich damit auseinander setzt… Sehr Schade eigentlich…

  • Dora says:

    „Viele dieser absurden Gedanken und moralischen Überzeugungen trugen und tragen wir auch in unserem Inneren, und haben daran geglaubt, dass sie wahr sind.“ Ja diese absurden Gedanken sind die Wahrheit, vieler hier liebender Eltern. Konsequent folgt ihr nun Euren eigenen (kreierten) Glauben. Was wäre wenn die Mutter von Julian nun auch konsequent reagiert und das alleinige Sorgerecht beantragt? Das wäre dann doch nur stimmig und klar für alle…

    Vielleicht sind es ja nicht die eigenen schmerzlichen Gefühle, die bei diesem Thema bei vielen resonieren, sondern das feinfühlige Erspühren Eurer Unwahrheiten. Steht doch bitte dazu, dass Ihr Euch mehr liebt als Eure Kinder. Das wäre Ganz- Echt- Sein! Das ist meine Wahrnehmung zwischen Euren Zeilen.
    Die, die Euch weiterhin folgen werden, sind jene, die bei dem, was zwischen Euren Worten schwingt, sich angesprochen fühlen…

    Demut…Hingabe…sind für mich kleine, feine, stille Qualitäten…um die es in Eurer Präsentation des Dramas leider nicht geht…

    In meinen Worten, die Euch provokant erscheinen mögen, fordere ich Euch nur herraus zu Eurem Slogan -Ganz Echt Sein- zu stehen (offene Selbstreflektion immer wieder mit neuen Impulsen). Was solls, das ist ein weites Feld………….

  • Schwester says:

    Spaltung ist ein psychologisches Phänomen:
    die Welt in GUT und BÖSE einteilen –
    die GUTEN sind alle im esoterischen Nebel Verirrten
    die BÖSEN alle „Normalos“ wie wir, die hier kritische Ansichten vertreten.
    NICHTS und NIEMAND dringt mehr durch den Nebel durch, nicht einmal die schlüssigsten Argumente!
    Nicht einmal das Abwenden von ehemals nahen Bezugspersonen und Familienmitgliedern!
    Nein, nicht unsere Welt ist verkehrt, eure ist es!
    Hochsensitiv? Nein, empathielos und egoistisch.
    Leute, gibt es keine anderen Vorbilder?
    Ich für meinen Teil habe tausendmal mehr Respekt vor Menschen, die notleidenen Familien einen Topf heiße Suppe zum Westbahnhof bringen.
    Liebe Mutter der Kinder (Name gelöscht), ich habe größten Respekt vor deinem Verantwortungsbewusstsein und deiner Gutmütigkeit. Ich hoffe du hast in nächster Zeit viele Helferleins.
    Es gibt eine Kinder- und Jugendanwaltschaft, wo man sich Tipps holen kann, wie man zukünftig mit der Situation umgehen kann:
    kija.at
    Ach ja, und ich spüre auch etwas im Herzen: Mitgefühl für die Kinder.

    Liebe Grüße, Regina
    Frohe Weihnachten – den Kindern

  • Wilma says:

    Die Zeichen der „letzten Tage“ werden beschrieben:

    2.Tim 3:1-5: „Dieses aber erkenne, daß in den letzten Tagen kritische Zeiten dasein werden, mit denen man schwer fertig wird. Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen [vor Stolz], die Vergnügungen mehr lieben als Gott, die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen; und von diesen wende dich weg“.

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