Wieso du nicht musst, wenn du nicht willst

Fühlst du dich manchmal unter Druck gesetzt? Hast du manchmal einen unerklärlichen Kloß im Hals? Dann solltest du darüber nachdenken, wo sich der Auslöser für diesen Druck befindet. Denn meistens bist du es selbst! Du bist es, der ganz allein für den Druck in deinem Leben verantwortlich ist. Du bist es, der es allen recht machen will und dabei viel zu wenig an dich selbst denkst. Doch wie kann es dir gelingen, aus dem Ich-Muss und Ich-Sollte Rad auszubrechen und druckfrei durchs Leben zu gehen?

Wie wäre es mit einem Selbstversuch? Nimm dir Zeit und setze dich auf eine Parkbank und beobachte die Leute, die an dir vorbeiziehen. Die meisten werden nicht langsam an dir vorbeischlendern, sondern eher an dir vorbei eilen. Und wenn du genau in ihre Gesichter schaust, kannst du den Druck sogar erkennen. Sie sind mit ihren Gedanken nicht im Hier und Jetzt, sondern schon viel weiter. Sie machen sich Gedanken darüber, was sie noch alles zu erledigen haben und gleichen einer unermüdlichen Dampflock. Durch diese Gefühl der Rastlosigkeit geht uns sehr viel verloren und wir verlernen die Eindrücke unserer Umwelt wahrzunehmen. Und irgendwann ist es so weit! Das Fass droht überzulaufen. Du fühlst dich wie ein aufgescheuchtes Huhn und fängst an den Sinn des Lebens zu hinterfragen.

Lass deinen Dampf einfach ab!

Um dich von deinem inneren Druck zu befreien, ist es wichtig, zuerst in dich zu kehren und auf die Bremse zu steigen.

  • Halte an!
  • Entspann dich!
  • Nimm dich selbst wahr!
  • Spür dich selbst!
  • Fühl dich selbst!

Nur wenn es dir gelingt, einen freien Kopf zu bekommen, nur wenn es dir gelingt, mit dem Nachdenken aufzuhören machst du den Platz frei für die Wahrnehmung. Fang damit an, einen Gang herunter zu schalten und deine Umwelt und dich selbst wahrzunehmen. Fang damit an, deinen Körper, deine Gedanken und deinen Gefühle kennenzulernen. Und fang damit an, die Dinge zu hinterfragen die du tust. Fang damit an, den Dampf des Lebens abzulassen und dich neu zu motivieren.

Deine 5 Motivations-Booster

Gelingt es dir, die Funken des Lebens zu erkennen, kannst du es schaffen, aus ihnen neue Motivation zu schöpfen und die Prioritäten in deinem Leben neu zu setzen. Dir kann es gelingen, dich auf die Dinge zu konzentrieren, die du tun willst und nicht die du tun musst.

1. Der Funke der Neugier – Der Funke der Neugier ist etwas das sehr tief in der lodert. Es ist eine Frage der du nachläufst oder eine Lösung für ein Problem, nach der du suchst. Und genau diese Neugier bringt dich im Leben weiter und hilft dir dabei, dich immer wieder mit dir und deiner Umwelt zu beschäftigen. Es ist die Neugier, die dir dabei hilft, dich auf die Dinge zu konzentrieren, die dich wirklich interessieren und nicht alles als gegeben hinzunehmen.
„Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen.” Albert Einstein

2. Der Funke der Faszination – Der Funke der Faszination wird in dir durch ein bestimmtes Themengebiet oder eine Idee zum Lodern gebracht. Er hat nichts mit einem Problem zu tun, sondern es ist vielmehr eine tiefe Verbindung zu etwas. Vielleicht ist es eine Verbindung, die seit deiner Kindheit besteht und dich bis heute immer wieder zum Entzücken bringt. Versuch dir diese Faszination in deinem Leben unbedingt beizubehalten, denn sie kann dir dabei helfen, dich auch aus dem tiefsten Tief herauszuholen und neu zu motivieren.

3. Der Funke der Tiefe – Der Funke der Tiefe ist ein bestimmtes Gefühl, das in dir bei einer bestimmten Aktivität ausgelöst wird. Es ist mit dem Erreichen der perfekten Welle beim Surfen oder einem Lauf beim Spielen zu vergleichen. Der Funke der Tiefe versetzt dir einen bestimmten Kick. Er kann dir dabei helfen, dich in schlechten Situationen, wie durch einen Tritt in den Hintern, wieder zu einem neuen Drive zu verhelfen. Versuch für dich, deinen Funken der Tiefe zu finden und nutze dieses Gefühl wie eine Droge, um dich selbst zu motivieren.

4. Der Funke des Könnens – Der Funke des Könnens beschäftigt sich mit dem Gefühl der Verbesserung. Dabei geht es nicht darum, als Perfektionist durchs Leben zu gehen, sondern um die laufende Erweiterung deines Horizontes. Nur, wenn du den Mut hast neue Dinge auszuprobieren und nur, wenn du geschärft durch deine Wahrnehmung durchs Leben gehst, kannst du dein Leben immer wieder neu (er)leben lernen.

5. Der Funke der Hilfsbereitschaft – Der Funke der Hilfsbereitschaft wird in dir ausgelöst, in dem du dich um andere Personen kümmerst, ihnen zur Seite stehst und ihnen hilfst. Denn dieses Zeichen der Nächstenliebe gibt dir fast im selben Moment etwas Großes zurück – nämlich die Dankbarkeit der anderen. Dabei muss sich dein Fokus nicht immer auf Menschen richten. Du kannst deine Hilfsbereitschaft auch gegenüber Tieren, der Natur oder einem gemeinnützigen Projekt zeigen. Finde etwas, das dich motiviert, etwas das du gerne machst und jemanden, den du etwas zurückgeben möchtest.

Fazit

Lass dich vom Tempo des Lebens nicht überlaufen, sondern versuch für dich dein eigenes Tempo zu finden. Dadurch schaffst du es, dich von deinem inneren Druck zu befreien und wieder befreiter und mit mehr Aufmerksamkeit durchs Leben zu gehen. Versuch mehr auf dich zu hören und stell die Anforderungen der anderen in den Hintergrund. Versuch dich an den Funken des Lebens zu orientieren und aus ihnen neue Kräfte und Motivation zu ziehen. Versuch dich vom Müssen und Sollen zu verabschieden und dein Leben nach dem Wert des Wollens aufzubauen. Denk daran, um glücklich zu sein und ohne Druck durchs Leben zu gehen, musst du nicht müssen, sondern du sollst nur Dinge tun die du wirklich willst. Lass dein Leben nicht von anderen entscheiden, sondern triff selbst die Entscheidungen in deinem Leben. Nur so kann es dir gelingen, glücklich und zufrieden zu sein und ein Leben nach deinen Vorstellungen zu (er)leben.

Über den Autor

Benedikt Ahlfeld

Benedikt Ahlfeld ist Experte für Entscheidungs-Psychologie. Er coacht und trainiert seit 10 Jahren Menschen aus Wirtschaft, Sport und Medizin für besseres Management und mehr Umsetzungskompetenz. Benedikt zeigt zudem, wie sich Kaufentscheidungen gezielt beeinflussen lassen. Auf seinem Blog www.BenediktAhlfeld.com schreibt er darüber, wie man besser entscheiden und mehr umsetzen kann.

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